Augen mittagssonnenblau
fixieren frech
durch einen schmalen Spalt.
Schauer rieseln kalt.
Halte Stand, schau nicht weg!
Erobern muss ich diese Frau!
Ahne, spüre, wünsche, weiß
ich küsse ihren

Nordpol

heiß.


Sie blinzelt Liebesblitze,
reckt und streckt sich mir entgegen.
Haltlos jeder Funke sprüht.
Feuerrot vor Lust sie glüht,
umarmt mich wild verwegen
in erbarmungsloser Hitze.
In Raum und Zeit wir uns verlieren.
Ihr

Äquator

soll nur mir gehören!


Auf Wogen schweben, Wellen weich,
der Schatten ihrer Brüste
trägt ungeahnt mich endlos weit,
unweigerlich sind wir bereit
im Garten flimmernder Gelüste,
liebkosend das verborgene Reich.
Sinne taumeln, eng sich wälzen,
Eisschollen nun am

Südpol

schmelzen.

Copyright 1997, Henriette Jorjan. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - nicht erlaubt

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